Einleitung

Immer mehr Leute reden über DApps. Was sind überhaupt DApps und was haben DApps mit Automaten zu tun? Nun, DApp ist ein sehr allgemeiner Begriff. Er steht für „Distributed Application“. Es handelt sich demnach um „verteilte“ Applikationen, was eigentlich nichts weiter Bedeutet als dass eine App nicht nur einzeln auf Smartphones/Pads/Rechner ausgeführt wird, sondern auch auf allen Geräten die sich gerade online im Netzwerk der DApp-Plattform befindenden . Dadurch entsteht das Bild eines globalen „Weltcomputers“ im Kopf. Demnach können DApps wesentlich leistungsfähiger sein als man es von Apps kennt, die “nur” einzeln ausgeführt werden. Dies kann, muss aber so nicht sein. Die Ethereum Blockchain ist solch ein Fall und aus diesem Blickwinkel möchte ich hier die DApps betrachten.

Eigentlich müssten die DApps DIApps heißen

Kling merkwürdig, ist aber so! Das „I“ steht für „Ineffizient” aber warum? Müsste es nicht genau umgekehrt sein, da so viele Rechner die Ausführung der Applikation durchführen? Das tun sie in der Tat nicht, da alle Apps synchron laufen! Sie führen dem nach alle Rechenschritte nahezu gleichzeitig aus und erzeugen damit auch die gleiche Ausgabe.

Aber warum ist das wichtig?

Angenommen du hast ein Hotelzimmer im voraus gebucht. Du hast es aber nicht einfach so gebucht, indem du deine ganzen persönlichen Daten (geschweige Kreditkartennummer) auf irgend einem Server hinterlegt hast, sondern du führst die Transaktion so durch, dass du „Transaktionsgeld“ (das ist eine andere Geschichte) an die Hotelzimmer-DApp sendest. Da die DApp verteilt ist, können alle Parteien deine Transaktion durchführen und damit für diesen Zeitraum vermerken, dass du das Zimmer nutzen wirst. Wenn du jetzt zum Hotelzimmer kommst und dich (in welcher Form auch immer) identifizierst, werden die Hotelzimmer-DApps (Achtung Plural) angestoßen. Wenn aus der Blockchain als Ergebnis von allen Hotelzimmer-DApps  rauskommt, dass du berechtigt bist das Zimmer zu nutzen, wird die Hotelzimmertür sich öffnen. Dieses einfache Beispiel erläutert sehr anschaulich den Begriff des „Trusted Computing (man sagt auch manchmal “Open Executable”). Hier kommt jetzt auch der Vergleich mit meinen Automaten ins Spiel. Wenn Du einmal eine Münze in einen Automaten einwirfst, so wird die geforderte Aktion „gnadenlos“ bis zum Ende durchgeführt. Niemand kann den Automaten stoppen und genau so ist es mit den DApps. Einmal ein „Token“ (Transaktionsmünze) eingeworfen und mit „Gas“ (Strom) versorgt, wird nichts, aber auch nichts auf der Welt die Durchführung der DApp stoppen. Es ist wie bei einem Automaten und das ist was ich meinte als ich sagte, dass die Automaten der Zukunft so funktionieren werden.

Entsteht hier ein neuer Beruf?

Doch wer programmiert in Zukunft solche DApps? Offensichtlich bedarf es nicht nur Programmier-, sondern auch gewisser „Vertragskenntnisse“. Bekommen hier Anwälte jetzt einen neuen Job? Die werden sie in Zukunft nämlich nach der Einführung von KI-Systeme brauchen. Ich bin der felsen festen Überzeugung, dass es in Zukunft so etwas wie „Smart Contract Anwälte“ geben wird. Damals konnte sich auch niemand vorstellen, dass es so etwas wie „Programmierer“ als Beruf geben wird.

Neue Anforderungen an die Sicherheit?

Und noch eine Sache. Wie sieht es mit der Sicherheit aus? Warum? Es wird nun mal so sein, dass wenn einmal solch eine DApp oder Smart Contract „scharf geschaltet ist“, dieser nicht mehr unterbrochen werden kann. Aus diesem Grund muss man sich bei der Entwicklung von DApps gründlich Gedanken machen, was die Sicherheit der Ausführung angeht. Bestes Beispiel ist der Constantinopel Hard Fork von Ethereum. Ein externes Sicherheitsunternehmen hat hier die Änderung analysiert, so dass am Ende der Hard Fork nicht nur verschoben wurde, sondern am Ende in zwei Teile aufgeteilt wurde.

Fazit

Ich beende meinen Blogartikel mit nur einer zentralen Aussage, welche DApps auf einen Punkt bringt. Die DApps werden unsere „Süßigkeitsautomaten“ der Zukunft sein!