Die Seinfeld Methode oder wie man es schaft gute Vorsätze einzuhalten

Die Seinfeld Methode oder wie man es schaft gute Vorsätze einzuhalten

Was habe ich nicht alles ausprobiert um gute Vorsätze einzuhalten. Ich habe ganze Workshops, Seminare und Bücher zu diesem Thema verschlungen. Und was ist dabei rausgekommen? Nichts! Egal ob ich mir gute Vorsätze (z.B. um abzunehmen) für das neue Jahr vornehme einzuhalten oder eine neue Sprache lerne, ich scheitere immer an meinem innerem „Schweinehund“. Ich gebe auf doch dann kommt meine Rettung. Es ist Jerry Seinfeld. Die beste Art und Weise Selbstmanagement zu betreiben!

Wer ist Jerry Seinfeld?

Jerry Seinfeld ist ein amerikanischer Komiker aus den späten 80ern und 90ern. Bekannt wurde Jerry Seinfeld durch die erfolgreiche, nach ihm benannte Sitcom „Seinfeld“, die von 1989 bis 1998 im amerikanischen Fernsehen lief.

Er ist auch heute noch immer ein Star. So groß und bekannt, dass sogar einige Glücksspielautomaten in Las Vegas den Namen seiner Sitcom tragen. Doch was hat Seinfeld mit „Gewohnheiten“ und dem „inneren Schweinehund“ zu tun?

In der Sitcom spielt Jerry Seinfeld einen Stand-Up-Comedian, der seine Geschehnisse im Laufe der Folge am Ende vor einem Publikum als Stand-Up-Comedian reflektiert. Die Handlung besteht darin zu erzählen, wie er als Stand-Up-Comedian zum Material seiner Auftritte kommt. Dies wird im Hauptteil der Serie dargestellt, so dass zu Letzt „das Resultat“ in Form eines Stand-Up vor Publikum vorgetragen wird. Auf diese Art und Weise werden auf wundervolle Art und Weise Fiktion und Realität vermischt.

In einem Interview zu seiner Sitcom stellte man ihm die Frage, wie er es jedes Mal hinbekommt em Ende einen anderen Witz zur vorhergingen Handlung vorzutragen. Er antwortete, dass er eine ganz spezielle Methode benutzt um sich zu motivieren.

Wie funktioniert diese Methode?

Damit dies reibungslos funktioniert, nimmt sich Seinfeld vor, jeden Tag einen Witz für seine Comedy-Show zu schreiben. Das ist ein schwieriges Unterfangen, da man jeden Tag seinen inneren Schweinehund überwinden muss. Das bedeutet Hinsetzen und konzentriert (am Abend) schreiben (so Seinfeld). Achtung, jetzt kommt der Trick. Um sich zu motivieren benutzt Seinfeld einen Kalender. Der Kalender ist ganz schlicht. Er besitzt eine Tabelle in dem Kästchen aneinander gereiht sind. Die Kästchen sind durchnummeriert (z.B. von 1 bis 365 und ohne Angaben von Wochentagen). Der Trick besteht nun darin, dass er jedes Mal wenn er einen Witz aufgeschrieben hat (und sei er noch so schlecht oder unvollständig) er diesen Tag mit einem roten Kreuz im Kalender markiert. Auf diese Art und Weise entsteht eine Kette. Wenn jetzt der innere „Schweinehund“ zuschlägt, fragt er sich ob man wirklich diese Kette unterbrechen möchte, nur weil man zu „faul“ ist einen Witz aufzuschreiben. Er nennt diese Motivation „ Don’t Break the Chain!“ (unterbreche nicht die Kette). Der Kalender hängt im Großformat an der Wand seines Arbeitszimmers. Auf diese Art und Weise sieht er den Kalender jedes Mal beim Betreten seines Arbeitszimmers.

Warum funktioniert diese Methode?

So aufgesetzt, scheint diese Methode eine wirklich positive Auswirkung auf das menschliche Gehirn zu haben. Der Blick auf die „X“ im Kalender bewirken Glücksgefühle, weil anschaulich aufgezeigt wird, was man schon etwas geschafft hat. Das „Wenn ich jetzt aufhöre nur weil ich schwach geworden bin, ich deshalb wieder mit Tag 1 anfangen muss“ motiviert außerordentlich stark dranzubleiben, Ablenkungen zu widerstehen und „innere Schweinehunde“ zu überwinden.

Doch was würde jetzt passieren, wenn ich die Kette unterbreche? Nichts, außer das man ein schlechtes Gewissen an diesem Tag bekommt. Man macht weiter und versucht die nachfolgende Kette länger als die vorherige zu machen.

Jeder muss für sich entscheiden, wie er diese Methode implementiert. Was schlecht ist (jedenfalls bei mir) ist eine Smartphone App. Der Kalender sollte  schon „analog“ (also aus Papier sein).

Wie ist mein Kalender strukturiert?

Oberhalb des Kalenders schreibe ich auf, was für eine Gewohnheit ich mir aneignen möchte. Danach kommt im fetten Rot der Hinweis „DON’T BREAK THE CHAIN“ gefolgt von der 365-Tagetabelle und am Ende ein Bild mit der Belohnung. Diese gönne ich mir, wenn ich mir die Gewohnheit angeeignet habe. Im Anhang dieses Blogs habe ich mein Word-Template angehängt. Dieses kannst du dir ruhig runterladen und für dich anpassen.

PS

Jerry Seinfeld verneint auf einer Diskussionsplattform, dass die Methode von ihm stammt aber die Idee und der Name „Seinfeld-Methode“ sind geblieben.

Download: Seinfeld Don’t Break the Chain Template

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