Empathische KI – Kommen jetzt die mitfühlenden Maschinen

Empathische KI – Kommen jetzt die mitfühlenden Maschinen

Was hat mich veranlasst über so etwas wie empathische Maschinen zu schreiben? Dies kam dadurch indem ich mir wieder einmal die Terminatorfilmreihe  angesehen habe. Ich liebe SciFi-Filme. Besonders wenn deren Erstausstrahlungen schon einige Jahre zurückliegen. Diese Spielfilme nach einer gewissen Zeit sich noch einmal anzusehen führen dazu, dass man die  SciFi-Themen aus einen ganz anderen Blickwinkel betrachten kann. Aus dem Blickwinkel der heutigen Zeit. Im Falle des Terminators, aus der Zukunft!

Was ist es was mich aus heutiger Sicht an den Terminatorfilmen fasziniert? Es ist nicht wie damals die Herrschaft der Maschinen! Nein, es ist das Mitgefühl (Empathie) die der Terminator im zweiten Teil lernt.

Die meisten Menschen befürchten, dass die Maschinen wie im ersten Teil des Terminator die Menschheit versuchen könnte zu vernichten. Diese Angst wird sogar noch verstärkt indem sich prominente Leute zu diesem Thema in sozialen Netzwerken äussern. Doch liegt es nicht an uns? Liegt es nicht an uns, dass wir den Maschinen Mitgefühl beibringen? Viele Fragen sich ob dies überhaupt möglich ist. Warum sollte dies nicht möglich sein? Die Philosophie beschäftigt sich damit seit fast dreitausend Jahren. Es gibt Untersuchungen in der Hirnforschung, welche erste Ansätze eines „Ethischen Framework“ in den neuronalen Netzen des Gehirn vermuten lassen. Warum sollte dieses „Ethische Framework“  nicht auch irgendwann einmal fester Bestandteil von KI-Systemen werden? Einmal so integriert müsste das KI-System aber auch „Ethisch trainiert“ werden. An dieser Stelle kommen wir jetzt zum eigentlichen Gedanken in diesem Blog. Hängt dies nicht von den Wertvorstellungen  der Gesellschaft ab bzw. im Falle der KI von den „Ethischen Trainingsdaten“ mit dem die KI trainiert wird? Selbstverständlich wird dies so der Fall sein. Die Maschinen müssten demnach wie wir Menschen auch mit ethischen Wertevorstellungen „verdrahtet“ werden (beim Menschen nennt man dies Erziehung).

Das alles klingt erst einmal sehr abstrakt. Um ein Gefühl zu bekommen müsste man sich einzelne Anwendungsfälle aus verschiedenen Branchen ansehen. Daher, wie könnten in naher Zukunft die ersten Anwendungen von „mitfühlenden Maschinen“ aussehen? Hier einige Beispiele:

  1. Automotive: Der Wagen erkennt den Gemütszustand des Fahrers und passt das Fahrverhalten an.
  2. Maschinen und Anlagen: Die Maschine erkennt, dass sich eine Person durch die Bedienung an der Maschine in Gefahr gebracht oder sich sogar bereits verletzt hat. Sie greift ein oder ruft um Hilfe.
  3. Kameras: Die Kamera erkennt in U-Bahnstationen Personen die sich depressiv verhalten und dabei sind sich vor die U-Bahn zu werfen.
  4. Fernsehen: Der Fernseher erkennt den Gemütszustand des Zuschauers und bietet dem entsprechend ein passendes Streamingangebot an.
  5. Pflegekraft: KI-Systeme unterstützen bei der Pflege von Kranken und Alten Menschen.

Dies sind alles wunderbare Beispiele. Es gibt jedoch auch eine Kehrseite der Medaille. Was wenn die KI „ethisch“ so trainiert wird, dass sie denkt, dass wenn sie dem Menschen schadet sie trotzdem ethisch korrekt handelt? Der perfekte Soldat! Ein wahrer Alptraum dass das Militär KI-Systeme „ethisch“ für den Krieg trainieren könnte aber gilt dies nicht auch für uns Menschen? Der einzige Unterschied wäre, dass die „KI-Soldaten“ wesentlich effizienter wären und hier schließt sich auch der Kreis zum ersten Teil des Terminator.

Zum Schluss noch ein Gedanke. Wir werden wohl auch die KI mit der gleichen Sorgfalt erziehen müssen, wie wir dies mit unseren Kindern machen sollten aber was lässt uns glauben, dass wenn wir noch nicht einmal unsere Kindern erfolgreich erziehen , wir trotzdem in der Lage wären dies mit den Maschinen besser machen zu können?

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