Karnas‘ Blog

Technology and Society

Kategorie: Technology (Seite 1 von 2)

Die KI-Hacker kommen

Wer sind die KI-Hacker die angeblich da kommen sollen? Der Begriff eines Hackers ist der Gesellschaft geläufig aber was sollte man unter einem KI-Hacker verstehen? Gibt es denn einen Unterschied zu den schon bekannten Hackern? Schließlich sind doch KI-Systeme auch so etwas wie Computerprogramme? Nicht ganz! In meinem letztem Blog „Die KI vor Gericht“ habe ich beschrieben, dass niemand so richtig nachvollziehen kann, warum eine KI ihre Entscheidung so trifft, wie sie sie trifft und dass es deshalb an der Nachvollziehbarkeit der Entscheidung mangelt für eine Richter. Wenn jetzt ein KI-Hacker das KI-System in seinem Sinne (oder im Sinne seines Auftraggebers) beeinflusst, wird es wegen der fehlenden Nachvollziehbarkeit sehr schwierig sein die externe Beeinflussung nachzuweisen. Die einzige Möglichkeit wäre, dass man den KI-Hacker quasi „in flagranti“ erwischt.  Das klingt jetzt etwas abstrakt aber hier einige Bespiele (aus der Praxis).

Die Facehacker

Das klingt jetzt so, als würde jemand mit seiner Axt auf das Gesicht eines Anderen einschlagen aber keine Angst, es ist hier ganz anders gemeint. In den Medien werden oft Beiträge von neuen  Gesichtserkennungssystemen gezeigt. Oft sind diese Beiträge kritisch bezogen auf den Datenschutz (Big Brother lässt grüßen). Vor allem ist dieses Thema in China ein Paradebeispiel für eine Überwachung der Bürgern seitens des Staates. Aber auch Hierzulande haben wir es mit immer mehr Gesichtskontrollen durch KI-Systeme zu tun. Bestes Beispiel; hierzulande sind Flughäfen aber auch in der Privatwirtschaft immer mehr Einlasskontrollsysteme im Einsatz (z.B. PlaySafe an Spielautomaten im Sinne des Spielerschutzes).

Hier kommen jetzt unsere KI-Hacker ins Spiel. Als erstes fangen die KI-Hacker an sich Masken auszudrucken und an diversen Gesichtserkennungskameras anzuwenden. Schlechte Gesichtskontrollen werden darauf rein fallen und deshalb werden diese in einem nächsten Schritt darauf getrimmt Masken zu erkennen (z.B. durch kombinierte Wärmebildaufnahmen und Gesichtsgestenbewegungen). Irgendwann werden die KI-Hacker solche ein Gesichtserkennungssysteme in die Hände bekommen um weitere „KI-Bildattacken“ auszuprobieren. Sie würden farbige Punkte, Kreuze oder anderweitige Muster ausprobieren, um so das Neuronale Netz der Kamera zu täuschen (gut möglich das irgendwann Tattoos auf Gesichtern von Behörden verboten werden 😉 ). Bei den Menschen nennen Psyhologen so etwas „optische Täuschung“. Es ist sogar denkbar, die Kontrolle gänzlich über das zugrundeliegende System der KI  zu erlangen, da die Bilddaten nicht korrekt von der Vorverarbeitung eingelesen werden und so einen so genannten „Buffer Overflow“ provozieren würden. Man stelle sich vor, dass dadurch Fotos von Terroristen als vertrauensvolle Sicherheitsbeamte von KI-Hackern im Vorfeld durch das Gesichtserkennungssystem in die Flughafendatenbanken abgelegt werden würden. Alles was nötig wäre, wäre ein 3D-Barcode auf der Stirn des KI-Hackers. Ich gebe zu, das klingt ein wenig übertrieben aber es beschreibt sehr gut den Kern der Sache. Das ist was ich unter dem Begriff eines Facehackers verstehe.

Die Autohacker

Und wie sieht es mit den Autoknackern von morgen aus? Nun, aus den „Knacker“ werden „Hacker“! Die Fahrzeuge werden immer intelligenter, so dass ich mir ganz gut vorstellen kann, dass Fahrzeugdiebe die Fahrzeuge anfangen werden zu „überreden“ die Tür zu öffnen. Ich weiß, das ganze klingt verrückt und klingt ein wenig nach dem Film von John Carpenter „Black Star“, wo die Astronuten versuchen die „intelligente“ Bombe zu überreden nicht zu explodieren aber im Grunde genommen, ist dies genau das was „Autohacker“ irgendwann machen werden. Der Grund ist der, dass niemand genau weiß, warum nach dem Lernen die künstlichen Neuronen des KI-Systems so gewichtet sind, wie sie es sind. So wird es sicherlich um das System anzugreifen, irgendwann „KI-psychologische Angriffe“ geben. Übrigens, Trickbetrüger führen auch psychologische Tricks an Menschen und Organisationen durch, um ihre Ziele zu erreichen. Man nennt dies heute „Social Engineering“.

Die Smarthome Einbrecher

Werden wir in Zukunft von IT-Experten vor Ort zu Hause ausgeraubt werden? Das klingt merkwürdig ab ganz so fremd auch nicht. Wenn ein Schloss an der Tür sich z.B. zukünftig durch eine Gesichtserkennung öffnen lassen sollte, was glaubst du was für ein „Schabernack“ zukünftig damit getrieben werden kann von Einbrechern? Ich denke daher, dass es in der Zukunft einen Markt für „3D-Gesichtsmaskendrucker“ geben wird. Die Frage ist aber, was werden die Einbrecher klauen wenn es eh fast alles aus der Cloud zu klauen gibt? Das gleiche wie heute auch. Möbel, Rechner, Fernseher, Fahrräder, Reisepässe … und vor allem,  analoge Dokumente! Dies könnten z.B. diverse TAN-Listen oder offizielle Zugangsdaten von Behörden sein.

Besonders interessant wir es, wenn die Einbrecher vor Ort auf Routern (das sind die kleinen Kästchen welche die Leute bekommen um ins Internet zu gehen) irgendwelche „Trojaner“ installieren. Oft ist es nämlich leichter einzubrechen als einen Internetzgang zu kapern um dadurch anonym unter einen anderen Namen zu surfen. Die Tore stünden offen für Hacker und nichts wäre anonymer um unter einen anderen Namen direkt ins Internet zu gehen. Ganz extrem ist es, wenn die Einbrecher dann vor Ort „nur“ in ihr Rechner eindringen (also physisch) und diverse Schadsoftware installieren, so dass ihre Banktransaktionen angegriffen werden können. Nichts auf ihrem Rechner wäre mehr sicher!

Die Ladendieb-Hacker

Neulich habe ich eine Sendung gesehen, welche einen Laden von amazon in San Francisco zeigte. Dort mussten sich die Einkäufer beim betreten des Stores am Eingang mittels ihrer Smartphone-App einloggen. Danach entnehmen sie das was sie brauchen aus den Regalen und verstauten diese Gegenstände in deren Taschen. Ein „physischer“ Einkaufswagen wurde nicht benötigt. Ist der Einkauf beendet, verlassen die Einkäufer den Laden ohne die Gegenstände an irgend welchen Kassen abzurechnen. Die Frage ist, wie funktioniert solche Einkäufe ohne Kassen? Ganz einfach, in dem man die Einkäufer verfolgt. Die Decken der Räume des Stores sin vollgepflastert mit Kameras. Diese „verfolgen“ die Einkäufer. Es ist klar, dass hier eine ganz neue Generation von Ladendieben heranwachsen werden.

Die Audio-Hacker

Das ganze lässt sich steigern. Warum nicht auch KI-Systeme welche sich am Telefon als andere Personen ausgeben? Da ruft der Freund, Sohn oder der Enkel an und sagt, dass er in Schwierigkeiten steckt und Geld braucht. Oder das KI-System gibt sich als Arbeitnehmer aus und ruft den Arbeitgeber an. Das muss ja nicht in 100% aller Fälle funktionieren aber man kann es ja automatisieren und dem entsprechend auch hoch skalieren, so dass es bei vielen ausreichen wird.

Die Medizin-Hacker

Richtig boshaft wird es in der Medizin. Stelle dir ein KI-Diagnostiksystem vor, welches Hacker kapern, so dass dir anstatt eines Blutsenkungsmittel eines zur Erhöhung verschrieben wird. Kein Scherz, ein Eldorado für Auftragskiller und Erpresser. Ein ganzes Krankenhaus könnte auf diese Art und Weise schweren Schaden erleiden. Damit meine ich nicht die Verwaltungsabteilung, sondern die Patienten. Würde mich daher nicht wundern, wenn irgendwann Terroristen zukünftig Krankenhäuser mittels KI-Hackerattacken anfangen zu terrorisieren.

Der Hackerassistent

Große Hackerangriffe müssen geplant und koordiniert werden. Dies erfordert ein Team. Deshalb existieren bereits jetzt ganze Armadas von Hackerabteilungen innerhalb von Geheimdiensten . Was wenn dies nicht mehr notwendig werden sollte? Ich meine nicht die Hackerangriffe per se, sondern dass dies eine KI ganz alleine durchführt? Letzten Endes werden Arbeitsplätze wegfallen und warum sollte dies bei Geheimdiensten und diversen Hackerorganisationen nicht auch der Fall sein? Man stelle sich vor, dass ein KI-System die Kraft einer ganzen Abteilung von Hackern hätte? Ich nenne solch ein System einen „Hackerassistenten“.

Zusammenfassung

Damit das hier klar ist. Ich möchte die KI nicht verteufeln. Diese wird unserer Gesellschaft weitaus mehr Vorteile als Nachteile bringen. Mich faszinieren aber die Auswirkungen welche KI-Systeme auf die Kriminalität haben werden. Machen wir uns doch nichts vor. Technologien konnten immer seitens Krimineller weitaus effizienter und effektiver eingesetzt werden, als es der Gesetzgeber vermochte. Warum sollte das bei KI-Systemen anders sein? Jedoch diesmal ist es irgendwie anders. Der Zugriff erfolgt über Schnittstellen, welche nicht nur öffentlich sind, sondern auch explizit gewünscht sind zu sein. Es sollen ja die Kameras beobachten und „intelligent“ sein oder um es mit Schlössern zu vergleichen, diese müssen „leicht“ zugänglich sein. Leicht zugänglich für den Besitzer aber auch leicht zugänglich für die Einbrecher. Trotzdem gibt es noch Schlösser und das ist auch gut so!

Cyberkrieg und Clausewitz

Einleitung

Was würde Clausewitz heute zu dem Begriff „Cyberkrieg“ sagen? Schwer darauf eine Antwort zu  finden und deshalb werde ich den Begriff „Cyberkrieg“ im Kontext des Clausewitz-Begriffes eines „Krieges“ in meinem Blog beschreiben. Was verstehen wir unter dem Begriff „Cyberkrieg“? Nun, den meisten Menschen tut sich ein Bild eines „jugendliche Hacker auf der Kernkraftwerke in die Luft sprengt”. So zu mindestens kennen wir es aus Hollywoodfilmen und die Frage ist, ob der Begriff eines „Cyberkrieges“ auch so in unserer Realität existieren kann. Glaubt man den Politikern, Geheimdienstlern und Militärexperten in diversen „Denkfabriken“, dann steht dieser Begriff als Realität schon seit längerem im Raum. An diesem Punkt sollte man vielleicht einen Schritt zurück gehen und sich daher erst einmal eine Frage stellen; und zwar …

„Was ist Krieg?“

Die Frage klingt einfach; ist sie aber nicht. Am besten kann diese Frage Carl von Clausewitz beantworten, welcher vor 200 Jahren gelebt hat. Diese Definition ist heutzutage die gängigste vom Krieg. Sie wird so wie sie ist von den meisten Militärexperten anerkannt und an den Militärakademien gelehrt. Diese lautet …

„Der Krieg ist also ein Akt der Gewalt, um den Gegner zur Erfüllung unseres Willens zu zwingen.“

– Clausewitz: Vom Kriege, Buch I, Kapitel 1, Abschnitt 2

Clausewitz sagt hier, „ein Akt der Gewalt“. Der ist z.B. vorhanden, wenn eine Rakete in eine Radarstation des Gegners reinfliegt. Er ist aber nicht vorhanden, wenn eine Gruppe von „Hackersoldaten“ diesen per Rechner zum Absturz bringen (damit meine ich die Rechner der Radarstation). Hierbei wird in der Regel kein Menschen ums Leben gekommen. „Aber was ist, wenn man in einer Stadt ein Kernkraftwerk in die Luft sprengt? Ist dies ein Cyberkrieg?” Dies ist ein Terrorakt und könnte sich mit großer Wahrscheinlichkeit zu einem Auslöser für weitere kriegerische Handlung entwickeln. Ähnlich war es damals auch mit dem Attentat auf den Großherzog in Sarajewo. Aber auch hier. Gehörte das Attentat wirklich zum Krieg? Die Antwort ist; Nein! Es war ein Terrorakt, welches den ersten Weltkrieg auslöste. Wir halten erst einmal fest; Cyberangriffe sind in der Regel keine Gewaltakte!

„Sind Cyberangriffe ein Instrument der Politik?“

Clausewitz sieht den Krieg als ein Instrument der Politik. Dies beschreibt er durch seine folgende Aussage:

„Der Krieg ist eine bloße Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln.“

– Clausewitz: Vom Kriege, Buch I, Kapitel 1, Abschnitt 24

Ein Instrument der Politik können Cyberangriffe durchaus sein aber gehören Sie auch im Sinne Clausewitz zum Krieg? Das denke ich wohl nicht. Es scheint mir eher so zu sein, als ob es sich um eine vollkommen neuen Dimension des politischen Handelns handelt. Wir können dies heute sehr gut am Beispiel mancher Großmächte sehen. Z.B. wenn Russland, USA oder China sich ab und zu irgend einen Server gegenseitig lahm legen aber ist dies bereits ein Krieg?

„Ist der Cyberraum ein neuer Raum des politischen Handelns?“

Der Cyberraum scheint eine Räumlichkeit zu sein, welcher im Gegensatz zu nationalen Territorien keine Grenzen besitzt. Und weil dem so ist, wird es auch nicht möglich sein in diesen Räumlichkeiten so richtig Krieg zu führen. Wenn wir den „Cyberkrieg“ auch im Sinne Clausewitz zum Krieg definieren wollen, müssen wir den Begriff anders definieren bzw. vervollständigen. Hierbei scheint mir jedoch der “Cyberkrieg” mehr Ähnlichkeiten mit den damaligen „Kalten Krieg“ zu besitzen. Dieser war jedoch kein Krieg im Sinne von Clausewitz.

Fazit

Es fällt mir schwer Cyberangriffe gänzlich direkt mit kriegerischen Handlungen in Verbindungen zu setzen. Mir fehlt hier eindeutig der Akt der Gewalt und in vielen Fällen auch der instrumentelle Charakter.  Aus diesem Grund, scheint es mir vielmehr so zu sein, dass mit der Entstehung des  „Cyberraumes” eine ganz neue Dimension des politischen Handelns sich aufgetan hat. In diesem Raum (in dem es keine Grenzen gibt) können vollkommen neue Aktivitäten seitens der Politik durchgeführt werden, welche keine kriegerischen Handlungen mehr sind. Diese haben daher genau so viel mit „Krieg“ zu tun hat, wie „ein Zitronenfalter mit dem Falten von Zitronen“ es zu tun hat. In diesem „Schlachtfeld“ existieren nämlich keine Kanonen, Minenfelder, Panzer etc. Wenn man es ganz extrem treibt, dann wäre ein Cyberkrieg eine eher sehr „langweilige“ Angelegenheit. Maschinen die sich gegenseitig mit „Code bewerfen“ ;-).

DApps – Die Automaten der Zukunft

Einleitung

Immer mehr Leute reden über DApps. Was sind überhaupt DApps und was haben DApps mit Automaten zu tun? Nun, DApp ist ein sehr allgemeiner Begriff. Er steht für „Distributed Application“. Es handelt sich demnach um „verteilte“ Applikationen, was eigentlich nichts weiter Bedeutet als dass eine App nicht nur einzeln auf Smartphones/Pads/Rechner ausgeführt wird, sondern auch auf allen Geräten die sich gerade online im Netzwerk der DApp-Plattform befindenden . Dadurch entsteht das Bild eines globalen „Weltcomputers“ im Kopf. Demnach können DApps wesentlich leistungsfähiger sein als man es von Apps kennt, die “nur” einzeln ausgeführt werden. Dies kann, muss aber so nicht sein. Die Ethereum Blockchain ist solch ein Fall und aus diesem Blickwinkel möchte ich hier die DApps betrachten.

Eigentlich müssten die DApps DIApps heißen

Kling merkwürdig, ist aber so! Das „I“ steht für „Ineffizient” aber warum? Müsste es nicht genau umgekehrt sein, da so viele Rechner die Ausführung der Applikation durchführen? Das tun sie in der Tat nicht, da alle Apps synchron laufen! Sie führen dem nach alle Rechenschritte nahezu gleichzeitig aus und erzeugen damit auch die gleiche Ausgabe.

Aber warum ist das wichtig?

Angenommen du hast ein Hotelzimmer im voraus gebucht. Du hast es aber nicht einfach so gebucht, indem du deine ganzen persönlichen Daten (geschweige Kreditkartennummer) auf irgend einem Server hinterlegt hast, sondern du führst die Transaktion so durch, dass du „Transaktionsgeld“ (das ist eine andere Geschichte) an die Hotelzimmer-DApp sendest. Da die DApp verteilt ist, können alle Parteien deine Transaktion durchführen und damit für diesen Zeitraum vermerken, dass du das Zimmer nutzen wirst. Wenn du jetzt zum Hotelzimmer kommst und dich (in welcher Form auch immer) identifizierst, werden die Hotelzimmer-DApps (Achtung Plural) angestoßen. Wenn aus der Blockchain als Ergebnis von allen Hotelzimmer-DApps  rauskommt, dass du berechtigt bist das Zimmer zu nutzen, wird die Hotelzimmertür sich öffnen. Dieses einfache Beispiel erläutert sehr anschaulich den Begriff des „Trusted Computing (man sagt auch manchmal “Open Executable”). Hier kommt jetzt auch der Vergleich mit meinen Automaten ins Spiel. Wenn Du einmal eine Münze in einen Automaten einwirfst, so wird die geforderte Aktion „gnadenlos“ bis zum Ende durchgeführt. Niemand kann den Automaten stoppen und genau so ist es mit den DApps. Einmal ein „Token“ (Transaktionsmünze) eingeworfen und mit „Gas“ (Strom) versorgt, wird nichts, aber auch nichts auf der Welt die Durchführung der DApp stoppen. Es ist wie bei einem Automaten und das ist was ich meinte als ich sagte, dass die Automaten der Zukunft so funktionieren werden.

Entsteht hier ein neuer Beruf?

Doch wer programmiert in Zukunft solche DApps? Offensichtlich bedarf es nicht nur Programmier-, sondern auch gewisser „Vertragskenntnisse“. Bekommen hier Anwälte jetzt einen neuen Job? Die werden sie in Zukunft nämlich nach der Einführung von KI-Systeme brauchen. Ich bin der felsen festen Überzeugung, dass es in Zukunft so etwas wie „Smart Contract Anwälte“ geben wird. Damals konnte sich auch niemand vorstellen, dass es so etwas wie „Programmierer“ als Beruf geben wird.

Neue Anforderungen an die Sicherheit?

Und noch eine Sache. Wie sieht es mit der Sicherheit aus? Warum? Es wird nun mal so sein, dass wenn einmal solch eine DApp oder Smart Contract „scharf geschaltet ist“, dieser nicht mehr unterbrochen werden kann. Aus diesem Grund muss man sich bei der Entwicklung von DApps gründlich Gedanken machen, was die Sicherheit der Ausführung angeht. Bestes Beispiel ist der Constantinopel Hard Fork von Ethereum. Ein externes Sicherheitsunternehmen hat hier die Änderung analysiert, so dass am Ende der Hard Fork nicht nur verschoben wurde, sondern am Ende in zwei Teile aufgeteilt wurde.

Fazit

Ich beende meinen Blogartikel mit nur einer zentralen Aussage, welche DApps auf einen Punkt bringt. Die DApps werden unsere „Süßigkeitsautomaten“ der Zukunft sein!

Der KI-Spieler

Einführung

So manch einer wird, wenn er die Überschrift „Der KI-Spieler“ liest, sofort das Bild von einer „bösen“ Maschinen im Kopf haben, welche durch ihre „brutale und kalte“ Intelligenz die Menschen im Spiel schlägt (Terminator und Matrix lässt grüßen). Damit hat jedoch mein Blogartikel nur indirekt etwas zu tun. Ich verfolge hier einen ganz anderen Gedanken. Mich interessiert, was es für neue Möglichkeiten für die Spielbranche ergeben, wenn KI-Systeme eingesetzt werden. Doch bevor ich das tue, möchte Ich einen kurzen Abstecher in die Vergangenheit machen und dabei die Bedeutung von KI-Systemen bei ihrem Einsatz innerhalb der Spieltheorie zu beschreiben.

Heute

Es stellt sich die Frage; Was leisten KI-Systeme für Gamer und Spielanbieter für einen Mehrwert? Nun, Sie machen die Spiele  interessanter, weil sie wie ein Mensch als Gegner im Spiel antreten. Sei dies direkt (in einer Rolle) oder indirekt (als Strategie). Doch bevor die KI-Systeme eingeführt werden konnten, mussten die Spiele automatisiert werden. Die erste Automatisierung war mechanisch. Bestes Beispiel hierfür sind Geldspielgeräte (Einarmige Banditen). Die zweite Automatisierung fand durch die Integration von Spielen in Rechnern statt. Die bekanntesten Beispiele sind Schach und Dame auf Heimcomputern. Als dann aber auch noch Rollenspiele automatisiert werden mussten, mussten die darin enthaltenen virtuellen Figuren in der Lage sein, wesentlich intelligentere Aufgaben zu übernehmen. Dies wurde durch den Einsatz von KI-Systemen gelöst und damit fängt auch dessen stärkerer Einsatz innerhalb der Glücksspielbranche an. Hier einige bereits jetzt schon existierende Anwendungsfälle:

Poker

Bei Schach, Dame, Go und Co. handelt es sich um Spiele, in dem der Rechner, wenn er genügend „Rechenpower“ besitzt, das Spiel gewinnen kann. Die 70er, 80er und 90er waren voll mit Schachpartien, wo Mensch gegen Computer antrat. Solche Systeme nennt man schwache KI-Systeme. Jenen Spiele liegen dabei alle Informationen vor (man redet hier von deterministischen Spielen). Es reicht prinzipiell reine Computerpower um den Menschen zu schlagen. Beim Poker ist dies jedoch anders. Poker ist ein Spiel mit unvollständigen Informationen (also ein nichtdeterministisches Spiel) und für einen Computer extrem schwierig zu spielen, da es an Intuition und einer Einschätzung der anderen Spieler bedarf. Hier haben sich zwei KI-Systeme herauskristallisiert. Der eine ist „Libratus“ und der andere „DeepStrack“. So besiegte in einem Turnier „Libertus“ vier professionelle Poker-Spieler im Texas Hold’em ohne Limit! So Poker zu spielen ist etwas ganz anderes als dies an einem Glücksspielautomaten zu tun. Ich denke daher, dass KI-Systeme für die Zukunft einen Einzug in „Table-Based-Gaming“-Systemen erhalten werden.

Slot Machines

Hier stellt sich die Frage, was nützt es ein KI-System in eine Slot Maschine zu integrieren, wenn der Spieler beim Spielen eh immer nur den selben Knopf drücken muss. Von daher scheint es nicht richtig erkennbar zu sein, warum es hier einer Intelligenz bedarf. Nun, das menschliche Gehirn versucht in allem was es sieht, und sei es auch noch so zufällig und chaotisch, eine Ordnung zu erkennen. Lotto ist das beste Beispiel. Was bekomme ich nicht immer alles von meinem Schwiegervater zu hören, wenn er mir sagt, wie wenig es doch gefehlt hat um sechs Richtige zu bekommen. Was ich mir daher sehr gut vorstellen kann ist, dass es in Zukunft so etwas wie einen „intelligenten Zufallsgenerator“ geben könnte. Hierbei könnte ein KI-System anhand des Spielverlaufes entscheiden, wann es in den Zufallsgenerator eingreifen sollte, um das Spiel unterhaltsamer zu gestalten und damit den Spieler zu binden. Natürlich bleibt man auch weiterhin innerhalb der  Zufallsverteilung. Das KI-System würde „den lieben Gott spielen J“

Compliance

Das KI-System lässt sich aber auch seitens des Gesetzgebers zum Spielerschutz einsetzen. Vor allem kann das KI-System den Spieler vor unkoordinierten Einsätzen schützen. Dies ist ein Problem welches der Gesetzgeber bei online Casinos hat. Oft bleibt ihm nichts anderes übrig (zu Recht), als das Online-Spiel zu verbieten, was wiederum dazu führt, dass online Casinos in einem „Graubereich“ abwandern. Eine mögliche Lösung wäre, dass das KI-System über das Spielverhalten wacht und dass das Spiel nach fairen Regeln verläuft.

Fraud detection and prevention

Ebenfalls können KI-Syteme  dazu verwendet werden Betrüger in Casinos zu erkennen. Denkbar sind intelligente Kameras. So könnten gesperrte Spieler erkannt werden. Erste Implementierungen von solchen Systemen sehen wir bereits in Deutschland mit „Play Safe“.

Quotenermittlung

Die Ermittlung von Wettquoten ist eine komplizierte und geheimnisvolle Aufgabe. Eine gute Wettquote ist essentiell für das Wettgeschäft. KI-Systeme könnten lernen Wettquoten wesentlich genauer zu ermitteln als es der Mensch kann. Diese können dann auf Wettbörsen gehandelt werden. Durch die Beobachtung des Handel und der Ergebnisse, können die KI-Systeme lernen immer bessere Quoten zu ermitteln.

Croupier

Wir denken doch jetzt schon darüber nach, Roboter als Pflegepersonal einzusetzen. Wenn wir schon so weit sind, warum denn nicht auch gleich diese als Croupiers in Casinos einzusetzen? Star Wars lässt grüßen J.

 

Fazit

Ich bin mir ziemlich sicher, dass zahlreiche weitere Anwendungsfälle hinzu kommen werden. Wenn ich Bedenke, dass die moderne Wahrscheinlichkeitstheorie aus dem  Glücksspiel kam, so kann ich mir ebenfalls gut vorstellen, dass eine neue KI-Theorie aus dieser herkommen könnte.

 

Werden Drohnen in Zukunft das sein, was Panzer im ersten Weltkrieg gewesen sind?

Wie alles begann

Neulich habe ich einen Dokumentarfilm über Winston Churchill im Fernsehen verfolgt. Jetzt kann man sich fragen, was Winston Churchill mit Drohnen zu tun hat? Um dies zu verstehen, muss man einen kleinen Blick auf die Zeit vor dem ersten Weltkrieg werfen. Zu der damaligen Zeit, gab es zahlreiche Vorschläge ziviler Spezialisten in Großbritannien eine gepanzerte Kampfmaschine einzuführen. Diese wurden jedoch seitens der Militärführung abgelehnt. Damals war Winston Churchill Marineminister. Er  hat sofort die Stärken dieser neuen Technologie erkannt, so dass er anfing diese Technologie im Militär einzuführen. Alles weitere ist Militärgeschichte. Die Kriege des 20 Jahrhunderts durch  Panzer geprägt.

Was hat dies mit Drohnen zu tun?

Nun, genauso wie das damalige Militär und die Politiker die Panzertechnologie nicht als wichtig erkannten, scheinen diese auch heute die Drohnentechnologie nicht zu erkennen. Der einzige Politiker, meiner Meinung nach, der dies erkannte, war Barack Obama. Europa scheint hier nicht so richtig präsent zu sein. Das könnte sich als schwerwiegender Fehler erweisen.

Science-Fiction

Danach vergaß ich meine Gedanken über Drohnentechnologie und guckte per Zufall (mal wieder) den Science Fiction Film „Matrix“. Auf einmal sah ich Drohnen in diesem Film. Diese gingen mit einer kalten und präzisen militärischen Gewalt gegen die Menschen vor. Plötzlich hatte ich Bilder von zahlreichen Filmen Kopf, in den ebenfalls Drohnen vorkamen. Ich erkannte, dass diese Technologie wahrscheinlich die Kriege des 21 Jahrhundert so prägen werden, wie es die Panzer im letzten Jahrhundert taten. Genauso, wie sich der Einsatz von Panzern gegenüber der Kavallerie als überlegen erwiesen hat, wird sich die Drohnentechnologie gegenüber der Panzertechnologie als überlegen erweisen. Denkbar sind sogar Symbiosen. Gepanzerte Kampfdrohnen. Ganze Science Fiction Filme sind voll mit „Drohnenarmaden“.

NATO-Militärmanöver

Da diese „Zukunft“ bald „Gegenwart“ seien wird, wird es um so wichtiger, dass Europa sich bzgl. dieser Technologie endlich weiterentwickelt. Doch redet irgend jemand über dieses Thema? Nein. Stattdessen werden „veraltete“ NATO-Militärmanöver durchgeführt. Diese kommen mir genauso vor wie damals die Kavallerie im ersten Weltkrieg. Allein die Möglichkeit die Grenzen Europas durch Drohnen zu schützen macht deren Einsatz zusätzlich interessanter.

Wirtschaft

Ich möchte hier nicht als „Militärfreak“ klingen, aber die Drohnentechnologie kann als eine „Lokomotive“ verstanden werden, welche die Wirtschaft „ziehen“ kann. Was bedeutet denn die Drohnentechnologie für die Wirtschaft? Sie beinhaltet nicht nur eine Weiterentwicklung von spezifischen KI-Drohnensystemen, sondern auch neue Materialien und Steuerungselemente für den Maschinen- und Anlagenbau. Dahinter stehen zahlreiche neue Arbeitsplätze.

Fazit

Bedauerlicherweise bedeutet die Drohnentechnologie auch eine stärkere Automatisierung von Kriegen und Gewalt. Daher ist meine Befürchtung, dass sich diese deshalb weitaus zerstörerischer zeigen werden als es die Panzer im zweiten Weltkrieg taten. Sie ist aber auch eine Chance um die Zukunft besser zu gestallten.

Yap-Steine – Wird es zukünftig Indiana Jones Technologiearchelogen geben?

Was sind Yap-Steine und was haben diese mit Indiana Jones und Technologien zu tun? Nun, als erstes ist Yap eine kleine Insel in Mikronesien. Die Insel Yap ist bekannt geworden durch ihr einzigartiges Steingeld. Dieses wird nach der Insel Yap genannt und war noch bis 1931 offizielles Zahlungsmittel und ist wohl die älteste Ausprägung eines Bitcoins.

Wie sieht die Beziehung zu Bitcoin aus?

Warum die Steine solch eine Ähnlichkeit zur heutigen Bitcointechnologie haben ist der, dass die Eigentumsverhältnisse der Steine im Gedächtnis der Einheimischen gehalten werden und nicht, wie ursprünglich angenommen, durch die physikalischen Zugriffe deren Inhaber. Dies ist der gleiche Kerngedanke der sich hinter dem Bitcoin verbirgt. Beim Bitcoin existieren  viele „Kopien von Büchern“ bei denen ein Konsens über dessen Inhalt gibt. Dem entsprechend ist der Kerngedanke des Bitcoins in der Geschichte der Menschheit nichts neues und es gibt auch noch zahlreiche andere Kulturen, wo die Eigentumsrechte durch Generationen von Menschen in dessen Gedächtnissen verbleiben. Z.B. sind in manchen Regionen des Balkans die Besitzverhältnisse von Land immer noch in den „Köpfen“ der Menschen verankert.

Wie sieht die Beziehung zum heutigen Mining aus?

Doch woher kommt der Wert der Steine, so dass es sich lohnt sich die Eigentumsrechte zu merken? Die Steine bestehen bevorzugt aus Aragonit und Kalzit. Diese kommen auf den Yap-Inseln nicht vor. Die Steine müssen von dort wo sie vorkommen (Insel Palau), ca. 400 km nach Yap transportiert werden. Diese Reise wurde mit den damaligen Booten (Bambusflöße und Kanus) überwunden und dauerte bis zu 5 Tage. Der Wert der Steine ergibt sich aus:

  • Form und Größe
  • Schönheit
  • Alter
  • Geschichte des Steines
  • Aufwand zur Herstellung des Steines
  • Soziale Stellung des Eigentümers
  • … oder ob sogar jemand ums Leben gekommen ist (was öfters vorkam)

Wie wurde mit den Steinen bezahlt?

Die Steine werden heute nur noch sehr selten benutzt. Dies ist in der Regel nur noch der Fall bei Hochzeiten oder Landkäufen (eigentlich gibt es keinen Landbesitz auf Yap, sondern nur Nutzungsrechte) der Fall. Der Stein bleibt in der Regel unbewegt und nur den Dorfältesten, sind dessen Besitzverhältnisse bekannt. Ein Diebstahl macht somit keinen Sinn.

Beziehung zur Inflation

Das Ende des Steingeldes fand im letzten Jahrhundert statt, als ein gefahrloser und billigerer Transport der Steine möglich wurde. Dies führte sehr schnell zur Inflation. Hierbei muss ich die Geschichte von David Dean O’Keefe (1824 – 1901) erzählen. Dieser war ein irisch-amerikanischer Schiffskapitän. Er führte sein Schiff 1871 auf Yap und wurde sehr Reich, indem er Rai-Steine leichter durch modernere Werkzeuge und Transportmittel erschaffen konnte (exzessives Mining J). Dies führte zur Inflation und die Yap-Steine verloren an ihren Wert. Er wurde aber so Reich, dass Berichten zufolge er sich zum „König“ der Insel ausrief und eine eigene Flagge mit den Buchstaben „O K“ wehen lassen lief. Die Geschichte ist so spannend, dass diese 1954 mit Burt Lancaster verfilmt wurde unter den Namen „His Majesty O’Keefe“.

Beziehung zur heutigen Zeit

Diese nette Geschichte zeigt, dass der Grundgedanke welcher hinter Blockchains und Bitcoins steckt, gar nicht so neu ist. Interessant ist der Gedanke, in wie weit sich heute noch „neue“ Technologien aus älteren Technologien ableiten lassen können. Deshalb der provokative Untertitel; Wird es zukünftig so etwas wie Indiana Jones Technologiearchelogen geben?

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